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Historie

449 Mitglieder für einen Traditionsverein

Es gibt viel zu erzählen…

Das Othetal hat 882 Einwohner – der TuS Othetal als Gesamtverein zählt aktuell 449 Mitglieder. Davon sind 149 beim Fußball, 177 in der Jugendabteilung und 120 in der Leichtathletik angemeldet. In die Fußballsaison 2007/2008 startet der TuS mit 3 Senioren- und 9 Jugendmannschaften. Na ja, eigentlich sind es nur 2 Seniorenteams, denn die 3. besteht aus Freizeitkickern.

Bis zur heutigen Zeit ist im Turn- und Sportverein Othetal einiges passiert und es gibt von den Anfängen bis zur Gegenwart viel zu erzählen. Und genau davon handelt dieses Kapitel. Anlässlich der Jubiläen in den Jahren 1993 und 2001 erschienen Festschriften mit den Chroniken unseres Traditionsvereines. Hier kommt nun eine Zusammenfassung der Historie.

Der verbriefte Gründungstag des TuS Othetal ist laut einer noch heute existierenden Satzung der 29. März 1914 und zwar unter dem Namen „Turnverein Othetal“. Doch der Lauf der Geschichte ließ dem Vereinsleben keine Chance. Der Erste Weltkrieg, der nur kurze Zeit später ausbrach, zwang den gerade erst gegründeten Verein dazu, den Turnbetrieb gar nicht erst aufnehmen zu können. So kam es erst 1918 zu erneuten Aktivitäten und daher beschloss man, das Gründungsjahr einfach umzubennen. Wobei auch diese Zahl nicht ganz sicher ist, denn in einem Brief aus dem Jahre 1953 ist vom Gründungsjahr 1920 die Rede. Aber seis drum. Wir zählen ab dem Jahr 1918.

Leider kann man aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen nicht allzu viel berichten. Doch was man weiß, ist, dass in diesen Jahren der erste Othetaler Sportplatz in der Nähe von Brelöh gebaut wurde und unter dem Namen „Arbeiter-, Turn- und Sportverein Othetal“ auch ein geordneter Fußballbetrieb zu stande kam. Doch mit dem Beginn des „Dritten Reiches“ und dem Zweiten Weltkrieg musste auch 1933 der Betrieb des Vereins wieder aufgegeben werden.

Zwar versuchte man direkt im Jahre 1945, nach Ende des Krieges, den Verein wieder aufleben zu lassen, doch dieses gestaltete sich mehr als schwierig. Erst 1950 konnte der Platz wiederhergestellt werden und wurde für die Leichtathletik genutzt. Der Fußball war nur sporadisch vertreten. Am 23. November 1953 lässt der 1. Vorsitzende Paul Flick den Verein erstmals unter dem Namen „Turn- und Sportverein Othetal e.V.“ in Gummersbach in das Vereinsregister eintragen. Doch die Beteiligung an Turn- und Sportstunden lässt immer mehr nach, so dass das Vereinsleben wieder in den Anfängen stehenbleibt und vorerst beendet wird.

1963 kam der dritte Versuch, den Sport im Othetal und den Verein zu beleben. Das Interesse der Othetaler ist groß und der damals Vorsitzende Gustav Weyland lässt nichts unversucht, um das Vereinsleben in Gang zu bringen. Doch die Mittel sind begrenzt, der Sportplatz durch die Baumaßnahmen der Othestraße nahezu verschwunden, die seit 10 Jahren unbenutzten Geräte unbrauchbar oder gar nicht mehr vorhanden. Das bedeutete: K.o. in der ersten Runde.

Wieder vergingen einige Jahre, bis endlich 1967 an die Volksschule in Neuenothe ein Gymnastikraum angebaut wurde. Somit war die erste Voraussetzung für den Sport erfüllt: Es gab einen Raum! Im folgenden Jahr, am 6. August 1968, treffen sich einige Interessierte und erstellen einen Fragebogen, um die Sportinteressen der Othetaler zu erfragen. Über 100 positive Antworten kommen zurück und schon 6 Wochen später wird die erste Jahreshaupt- bzw. Gründerversammlung des neuen TuS Othetal einberufen. Die ersten Vorstandswahlen ergaben folgende Verteilung:

1. Vorsitzender: Heinz Kording

2. Vorsitzender: Josef Streuf

Hauptkassiererin: Gerda Baumhof

Schriftführerin: Ute Mock

 

Dieser vierte Versuch war nun endlich der Start des bis heute andauernden Vereinslebens! Seitdem gliedert sich der Hauptvorstand in die Abteilungsvorstände Fußball, Jugend und Leichtathletik.

Mangels eines eigenen Sportplatzes sind die Sportarten auf die Turnhalle mit dem kleinen Aussenplatz beschränkt, die Leichtathleten nehmen aber an vielen Wettkämpfen „auswärts“ teil und fangen erfolgreich an, eigene Wettkämpfe auszurichten, wie z.B. die Herbstwaldläufe oder Trimmspiele.

Doch was ist ein Verein ohne Sportplatz? Nichts. Also musste dieser her. Obwohl dem TuS dabei einige Steine in den Weg gelegt wurden, erbaute man zwischen 1974 und 1976 in Eigenleistung der Mitglieder eine, so hieß es offiziell „Spielwiese mit leichtathletischen Anlagen“. Das Jahr 1976 wurde dann zu einem sehr wichtigen in der Vereinsgeschichte.

Es begann damit, dass der damalige Vereinsvorsitzende Heinz Kording den Vorsitzenden des Fußballkreises Oberberg, Heinrich Heidenpeter und Hans Müller (vormals Vorsitzender des SSV Bergneustadt) ins Vereinslokal Edmund Fritz eingeladen hatte, um sich über die Gründung einer Fußballabteilung zu informieren. Denn die meist bunt zusammengewürfelten, inoffiziellen Mannschaften unter der Bezeichnung Othetal trugen immer wieder Fußballspiele gegen die verschiedensten Theken- und Betriebsmannschaften aus, wodurch die Forderung nach einer Legalisierung durch offiziellen Vereinsspielbetrieb immer lauter wurde.

Am 24. Januar 1976 war es dann soweit: Roland Fritz, Ernst-Adolf Baumhof, Klaus-Michael Koller, Wolfgang Brochhagen und Horst Windelschmidt gründeten die erste offizielle Fußballabteilung des TuS Othetal. Man meldete den Verein beim Fußballkreis Oberberg bzw. Fußballkreis Mittelrhein an, wo er seitdem unter der Kennziffer 426 01 012 geführt wird. Die Genehmigungsurkunde wurde am 15. Juni 1976 vom damaligen DFB-Vorsitzenden Egidius Braun unterzeichnet.

Der Verein bekam nun auch ein Logo: Ein Kreis, in der Mitte der Fußball und um diesen herum stilisiert 4 „F“. Diese stehen für den bekannten Satz von Turnvater Jahn „Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei“. So vereinte man Fußball, Turnen und Leichtathletik. Die Farben Gelb-Schwarz ernannte man zu den Vereinsfarben– mit der Überlegung, dass man gelbe Trikots bei anbrechender Dunkelheit besser erkennen kann.

Am 11. September 1976 kam der nächste große und wichtige Schritt in der Vereinsgeschichte: Der Sportplatz war fertig. Einige wenige Menschen hatten in Eigeninitiative, ohne Genehmigung, einen kompletten Rasensportplatz auf die Beine gestellt, dessen Spielfläche von 110×55m sogar den Mindestmaßen eines Fußballfeldes entsprach. Was an diesem Tag eingeweiht wurde, war ein von allen Anwesenden bewundertes Schmuckstück. Dafür gilt auch ein besonderer Dank Werner Vogel.

Diese Einweihung, die eigentlich gar keine sein durfte, darf man ohne Einschränkung zu den Meilensteinen des TuS Othetal zählen. Im selben Jahr noch startete die erste Seniorenmannschaft in der Kreisliga C Oberberg. Nur ein Jahr später gab es schon 5 aktive Senioren- und Juniorenmannschaften.

Seit 1976 spielt jedes Wochenende mindestens eine der Othetaler Fußballmannschaften auf der „Luxuswiese“, wie sie in der lokalen Sportpresse genannt wird. Und man muss sagen: Ohne den Fußball wäre der Verein nicht das, was er ist. Denn der Fußball macht den TuS populär und so kann man auch immer viele „Nicht-Othetaler“ bei den vom Verein organisierten alljährlichen Veranstaltungen wie dem Neustadt-Turnier, dem Osterfeuer oder der Himmelfahrtswanderung antreffen.

 

Quelle: TuS Othetal, von Magalie Baumhof

 

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